Orchestertätigkeit
Von 2014 bis 2016 war Hooman Khalatbari Principal Conductor des Prague Metropolitan Philharmonic Orchestra in Tschechien. Das Orchester war vorwiegend im Bereich der Film- und Fernsehmusikaufnahmen tätig. In dieser Zeit dirigierte Khalatbari zahlreiche Aufnahmeprojekte, darunter auch Werke iranischer Komponisten. 2017 stellte das Orchester seine Tätigkeit ein.
Sein sinfonisches Repertoire umfasst ein breites Spektrum an Werken von Komponisten wie Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann, Brahms, Bruckner, Dvořák, Tschaikowsky, Sibelius, Rachmaninow, Prokofjew, Ravel, Debussy, Fauré, Glasunow, Mussorgsky, Borodin, Bartók und Strawinsky sowie vielen weiteren.
Persische Musik und Weltmusik
Die persische Musik und die iranische Musikkultur sind seit jeher ein wichtiger Bestandteil von Hooman Khalatbaris künstlerischer Identität. Seine Ausbildung und Erfahrung sowohl in der persischen Musik als auch in der westlichen klassischen Musik bilden die Grundlage für Projekte, die Brücken zwischen diesen beiden musikalischen Welten schlagen.
Zu seinen bedeutenden Projekten in diesem Bereich zählt die Leitung von Simorgh von Hamid Motebassem mit Homayoun Shajarian als Solisten. Das für ein Ensemble persischer Instrumente und Vokalensemble komponierte Werk wurde in groß besetzten Aufführungen in den Niederlanden präsentiert.
Khalatbari führte außerdem Werke von Ali Akbar Ghorbani mit der Sängerin Sara Hamidi und dem internationalen Ensemble WE in Schweden, beim Tirgan Festival in Toronto sowie in der Schweiz auf und wirkte darüber hinaus an weiteren interkulturellen Musikprojekten mit.
Im Spätsommer 2021 gründete er gemeinsam mit Sina Alam das Shoosh Ensemble, dessen musikalischer Leiter er ist. Mit Sina Alam (Kamancheh), Habib Booshehri (Perkussion), Tadeh Yousefian (Kontrabass) und Hooman Khalatbari (Klavier) widmet sich das Ensemble der Fusion und Weltmusik, insbesondere der Musik des Irans und des Nahen Ostens, und verbindet Elemente persischer Musiktraditionen mit zeitgenössischen musikalischen Ansätzen.
Die Alben Caspy, basierend auf Melodien aus der kaspischen Region (2022), und Hoor, basierend auf Melodien aus Khorasan (2023), jeweils mit Sina Alam als Solisten, entstanden in dieser Zeit.
Klavier und Vokalmusik
Vor und parallel zu seiner Dirigentenlaufbahn war Khalatbari über viele Jahre als Pianist, Begleiter und Kammermusiker tätig.
Er arbeitete mit zahlreichen Sängerinnen, Sängern und Künstlern zusammen, darunter Pari Zanganeh, Hossein Sarshar, Googoosh, Soroush Izadi, Nasrin Asgari, Shirin Asgari, Sara Hamidi, Rashid Vatandoust, Esfandiar Gharabaghi und Ramtin Ghazavi.
Seine umfangreiche Erfahrung als Pianist und Begleiter hat wesentlich zu seiner Spezialisierung auf Vokalrepertoire, Oper und Vocal Coaching sowie zur Arbeit mit Sängerinnen und Sängern unterschiedlicher musikalischer Genres beigetragen.
Fernsehen und Medien
Von 2010 bis 2013 war Hooman Khalatbari in drei Staffeln der international ausgestrahlten Googoosh Music Academy bei Manoto TV in London an der Seite von Googoosh und Babak Saeidi als Mentor und Juror tätig.
Seine künstlerische Arbeit war auch Gegenstand verschiedener Fernsehsendungen und Dokumentationen. Eine Aufführung von Beethovens Sinfonie Nr. 9 unter seiner Leitung wurde in der Dokumentation In Search of Happiness with Hooman Khalatbari unter der Regie von Aram Bolandpaz gezeigt.
Darüber hinaus war Khalatbari in österreichischen Medien, darunter ORF / Studio 2, Kurier TV und Okto TV, im Zusammenhang mit seiner künstlerischen Tätigkeit und den Programmen des KlassikFestivals Schloss Kirchstetten präsent. In ORF Studio 2 stellte er das Festivalprogramm 2026 vor und musizierte Ausschnitte aus Rossinis L’occasione fa il ladro.
Internationale Tätigkeit
Hooman Khalatbaris berufliche Tätigkeit als Dirigent, Pianist, Begleiter, Kammermusiker und künstlerischer Leiter führte ihn in zahlreiche Länder Europas und Nordamerikas, darunter Österreich, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Frankreich, das Vereinigte Königreich, die Schweiz, Schweden, Kanada und die USA.
Zu den Städten, in denen er im Rahmen seiner künstlerischen Tätigkeit auftrat oder an Projekten mitwirkte, zählen Wien, Graz, Salzburg, Linz und Kirchstetten in Österreich; Prag, Brünn und Olmütz in Tschechien; Budapest und Szombathely in Ungarn; Maribor in Slowenien; Paris in Frankreich; London im Vereinigten Königreich; Zürich in der Schweiz; Göteborg in Schweden; Vancouver, Calgary und Toronto in Kanada sowie Houston, San José, Chicago und New York in den USA.
Künstlerisches Profil
Mit mehr als drei Jahrzehnten Berufserfahrung hat Hooman Khalatbari eine vielseitige künstlerische Laufbahn entwickelt, die Orchesterdirigieren, Oper, Vokal- und Chormusik, Klavier und persische Musik umfasst.
Seine umfangreiche Erfahrung im Opern- und Vokalrepertoire, seine Arbeit im sinfonischen und chorischen Bereich, die langjährige Zusammenarbeit mit Sängerinnen, Sängern und Instrumentalisten sowie die Konzeption und Leitung groß angelegter Musikprojekte bilden den Kern seiner künstlerischen Tätigkeit.
Sein künstlerischer Weg verbindet das musikalische Erbe Irans mit einer höheren Musikausbildung in Europa und mehr als drei Jahrzehnten professioneller Tätigkeit in Österreich und Mitteleuropa.
Er spricht fließend Deutsch, Englisch und Persisch (Farsi) und verfügt darüber hinaus über Kenntnisse der italienischen und französischen Sprache.